Organisation

gelberklang_musiker_leiste10Die Arbeit von Open_Music begann ursprünglich als neuer Aspekt der Kürnbacher Herbstferienkurse mit Preisträgern von jugend komponiert (B-W), die das Ensemble >gelberklang< in 2002 und 2004 realisierte. Die Idee, die damals entstand, war es, Workshops zu freier Improvisation in das Programm der jungen Komponistinnen und Komponisten einzuführen. Nach den Ferienkursen 2004 gab es dann eine Gruppe junger Teilnehmer, die im Anschluss unbedingt eigenständig weiter zusammenarbeiten wollte. Aus ihr wurde Open_Sounds, das Flaggschiff-Ensemble der Gründerzeit von Open_Music.

Seit Mitte der 90er hatte Scott Roller, ab 2000 Ulrike Stortz für kulturelle Bildungsprojekte, wie Response – Kunst macht Schule! in Hessen und NRW oder Clash und den Beginner-Konzerten in Stuttgart gearbeitet. Improvisationsworkshops erhielten dabei immer mehr Raum – und spielten auch eine wichtige Rolle in der Arbeit des Helios Streichquartett, einem Ableger von Ensemble >gelberklang<, wie Open_Music selbst. Auch der interdiziplinäre Ansatz, ein wichtiger Aspekt in der Arbeit von Open_Music, ist eine Weiterentwicklung von Prioritäten, die >gelberklang< seit etwa 1992 immer konsequenter umsetzte.

Schließlich gründeten Ulrike Stortz und Scott Roller in 2005 zusammen mit den anderen vier Kernmitgliedern des Ensembles, Albrecht Imbescheid, Thomas Reil, Michael Kiedaisch und Jürgen Kruse, sowie zwei seelenverwandten Fachberatern, Eckhard Fischer und Gisela Burgfeld, den Open_Music e.V.  Stortz und Roller waren bis Anfang 2016 für die Konzeption, Planung und Ausrichtung der Projekte sowie, gemeinsam mit Michael Kiedaisch, Jürgen Kruse und anderen Gästen, für die Durchführung der meisten musikpädagogischen Arbeiten verantwortlich. Etwa zwanzig Künstlerinnen und Künstler aus unterschiedlichen Disziplinen (Tanz, Theater, bildende Kunst, audiovisuelle Medien) arbeiten seitdem regelmäßig mit Open_Music in Partnerschaften an verschiedenen Schulen zusammen.

Um sich ein genaueres Bild über die aktuelle Entwicklung in Sache kulturelle Bildung zu machen, initiierte Open_Music 2013 die Denkwerkstatt Quo vadis, kulturelle Bildung?. Acht Künstlerinnen und Künstler unterschiedlicher Fachrichtungen tauschen sich hier von Sommer 2013 bis Sommer 2015 in einer moderierten Runde über ihre Erfahrungen als langjährige Dozenten in der kulturellen Bildung aus und realisieren zwei jeweils einjährige Pilotprojekte. Viele der Ergebnisse dieser Arbeit wurden im Rahmen des Open_Music ManiFestivals im Juni 2015 im OST (ehem. Freie Szene im Depot) präsentiert.