Open_Music @ Tango Ocho

Open_Music hat 2022 eine freundliche Zusammenarbeit mit der Tanzschule Tango Ocho angefangen, die neue Möglichkeiten für innovative Workshops, Installationen, Events und Konzertformate aufmacht, besonders in Kombination mit dem Studio 101 (von dem Videokünstler Michi Meier und Open_Music, direkt gegenüber). Vom 22. August bis zum 04. September 2022 wird Open_Music an den meisten Tagen vor Ort sein für einen Summer Residency, um intensiv neue, interaktive Arbeits- und Präsentationsformen im Studio, Tango Ocho und Umgebung zu entwickeln. Gäste und Besucher*innen sind willkommen, als Zuschauer oder aktiv an den Tagen teilzunehmen.

Der 14. Mai 2022 war der Start einer neuen offenen Reihe von niederschwelligen Begegnungsmöglichkeiten mit Improvisierter Music von Open_Music und Freund*innen, an ausgesuchten Sonntagen, immer um 11 Uhr zur Matinee bei Tango Ocho (Wagenhallen Stuttgart, Innerer Nordbahnhof 1, 70191 Stuttgart). Das Konzert (genannt ELEKTROAKUSTIKA) war der Abschluss von drei Tagen Zusammenarbeit und hat sich mit der Kombination von akustischen Instrumenten und Live Elektronik beschäftigt. Open_Music Trio: (Scott Roller – Mandocello, Live Elektronik; Michael Kiedaisch – Vibrafon, Perkussion; Roderik Vanderstraeten – Fender Rhodes, Moog Grandmother) mit Céline Papion (Cello) als Gast. Ein digitales Album ist in Vorbereitung und wird bei Bandcamp erscheinen.

Am Sonntag, den 10. Juli 2022 : Michael Kiedaisch, Roderik Vanderstraeten und Scott Roller von Open_Music trafen sich mit vier Musiker*innen aus dem jungen J.A.M. (Junge aktuelle Musik) Ensemble der Musikschule Stuttgart und ihrem Leiter Alexander Adiarte für eine offene Begegnung mit freier Improvisation.

Am Sonntag, den 17. Juli 2022 : 10 Schüler*innen (5.-7. Klasse) der Torwiesenschule Stuttgart musizierten nach ihren Workshops mit Open_Music (Roderik Vanderstraeten und Scott Roller) vor einem enthusiastischen Publikum. Eltern und Freund*innen kriegten so einen Einblick in der Zusammenarbeit mit Open_Music und haben sich spontan aktiv an einem KlangSpielPlatz beteiligt. Die Open_Music Arbeit an der Schule wird im Herbst fortgesetzt.

Zum Abschluss des AUSSICHTEN (Prospects) Projekt, bei dem fünf umfangreiche Audio-Produktionen als Remote Collaborations zwischen März und November 2021 entstanden, war unsere 12. jährliche Zusammenarbeit mit der Staatsgalerie Stuttgart, Spannungsfeld Komposition-Improvisation, als ganztägige Angebot am Samstag, den 04. Dezember vorgesehen. Aus verschiedenen Gründen haben wir in den Tagen davor entschieden, zwei Dreh- und Aufnahmetagen am 03./04. Dezember im großen Vortragssaal der Staatsgalerie als richtiger Abschluss für AUSSICHTEN zu nützen, ohne Live-Publikum.

Musiker*innen: Das Open_Music Quintett (Felix Borel, Violine; Felix Behringer, Klarinetten; Scott Roller, Cello/Elektronik; Michael Kiedaisch, Vibraphon, Perkussion, Schlagzeug; Roderik Vanderstraeten, Moog Synthesizers) mit einem besonderen Gast aus Paris, Élise Dabrowski (Kontrabass/Stimme). Bei einem Stuck waren noch Céline Papion & Delphine Henriet als Cellistinnen zu Gast. Video-Künstler Michi Meier leistete sowohl Live-Projektionen wie Neuaufnahmen. Roderik Vanderstraeten, der auch im Quintett spielte, hat sich parallel fur unsere bislang professionellsten Audio-Aufnahmen gesorgt. Stefan Hees unterstützte uns mit Audio und Video Technik.

Open_Music bedankt sich herzlich bei der Stadt Stuttgart und der Wüstenrot Stiftung für ihre Unterstützung von AUSSICHTEN (Prospects)!

Unten können Sie unsere Arbeiten vom Dezember 2021 zurück bis Dezember 2019 sehen und hören.

O_M 2022.08 : 15. März 2022 – Prospects LIVE in der Staatsgalerie Stuttgart

Zwischen März und Oktober 2021 produzierte Open_Music eine Serie von fünf Alben mit dem Namen AUSSICHTEN (Prospects #1 – #5) als Remote-Kollaborationen, wobei jeder Musiker Tracks aus seinem jeweiligen Heimstudio beisteuerte. Dieses Material wurde über einen gemeinsamen Cloud-Server geteilt. Für jedes der Prospects-Alben fungierte ein anderes Mitglied des Ensembles als Komponist/Produzent und lieferte den anderen Impulse in Form von musikalischen Notationen, Sounddateien, Grafiken, Texten oder Videos. Zusammen mit Roderik Vanderstraeten, einem Mitglied des Ensembles, der auch ein professioneller Tontechniker ist, formte der jeweilige Musiker die Tracks zu einem fertigen Album.

Am 3. und 4. Dezember 2021 trafen sich das Open_Music Ensemble und einige Gastmusikerinnen in der Staatsgalerie Stuttgart zu zwei Tagen Audio/Video-Aufnahmen, für die die Musiker Highlights aus ihren jeweiligen Produktionen als Grundlage für neue Improvisationen wählten. Zusammen mit einigen Vorschlägen des Pianisten Jürgen Kruse, der auf mehreren Alben mitgewirkt hat, und Improvisationen zu dem Film TUNNELSCAPES von Michi Meier ist das Ergebnis Prospects LIVE.

Auf der Bandcamp Seite sind bei den Kommentaren zu den Einzeltracks auch Links zu den passenden Videos von Michi Meier.

O_M 2022.07 : 27. Februar 2022 – Video zu „Song the Void Sings" (Prospects #1) von Scott Roller

Scott Roller, Mitbegründer und Leiter von Open_Music, war der Komponist/Produzent von Prospects #1. Ursprünglich bot er den Musikern eine Reihe von sechzehn elektronischen “Referenztracks” unter dem Titel OPTIONS an. Diese bestanden aus vier “Songs The Void Sings”, sechs “Free Agents” und mehreren unabhängigen Tracks, in denen der Synthesizer stärker in den Vordergrund tritt und rhythmisch artikuliert wird. Für die Live-Version, die er interaktiv mit den anderen fünf Musikern aufführte, wählte er eine Palette von live und vorab aufgenommener Elektronik (eingerichtet auf einem iPad Pro). 

O_M 2022.06 : 25. Februar 2022 – Video zu „Versuch über Bach-Busoni" (Prospects #6) von Jürgen Kruse

Jürgen Kruse, Pianist, war Gründungsmitglied von Open_Music, nachdem er schon viele Jahre im Ensemble >Gelberklang< gespielt hatte. Zu seinen pianistischen Leistungen, seinem Witz und seiner Intelligenz, diente er auch mehrere Jahre lang als Leiter und Vorstand von Open_Music. Trotz seiner anspruchsvollen Lehr- und Solokonzerttätigkeit stellte Jürgen detaillierte Anweisungen und mehrere Audiodateien als Partitur für Prospects #6 (Vier Versuche über den Choral „Lob sei dem allmächtigen Gott” von Bach-Busoni) zur Verfügung und steuerte Tracks zu mehreren anderen Ausgaben von Prospects bei. Zwei seiner “Versuche” wurden live in der Staatsgalerie für Video aufgeführt. In diesem Video ist er beim Zuspiel als Pianist zu hören.

O_M 2022.05 : 24. Februar 2022 – Video zu „Solisten" (Prospects #4) von Felix Borel

Felix Borel, beseelter Geiger des Open_Music Ensembles seit seinem Eintritt in die Formation Helios String Quartet im Jahr 2004, war für Prospects #4 (Solisten) als Produzent verantwortlich. Als großzügige Seele ließ er den Musikern viel Freiheit und ermutigte sie als Solisten, die Kontrolle über ihre jeweiligen Sätze zu übernehmen. Für die Live-Version bot er einen ähnlich offenen Rahmen, was zu einer sehr dynamischen und komplexen erweiterten Improvisation führte. 

O_M 2022.04 : 22. Februar 2022 – Video zu „Constellations" (Prospects #3) von Michael Kiedaisch

Michael Kiedaisch, eines der Gründungsmitglieder von Open_Music, hat sowohl als Vibraphonist/Schlagzeuger als auch als Komponist häufig zu Projekten beigetragen. Er war Komponist/Produzent für die dritte Ausgabe von Prospects im Juni 2021. Dieses Video ist eine Live-Version des Abschlusstitels (“Face à Venus”) dieses Albums mit Élise Dabrowski, unserem besonderen Gast aus Paris für die Prospects-Live-Sessions, die wir auf Michaels Empfehlung hin eingeladen haben, da er schon einmal mit ihr zusammengearbeitet hatte – und was sich als eine wunderbare Idee herausstellte. In “Face à Venus” hat sie Elemente aus Paul Eluards Gedicht “L’extase” als textliche Grundlage eingebaut. 

O_M 2022.03 : 15./22. Februar 2022 – Videos zu „Coincidences" (Prospects #2) von Roderik Vanderstraeten

Roderik Vanderstraeten, der derzeit überwiegend Moog-Synthesizers im Open_Music Ensemble spielt und der Audiospezialist der Organisation ist, war Komponist/Produzent für die zweite Ausgabe der Prospects-Reihe (COINCIDENCES). Für die Live-Aufnahmen wählte er zwei kontrastierende elektronische Tracks aus, zu denen das Ensemble dann unter seiner Anleitung improvisierte. Coincidences I ist eine ruhige, tonale Komposition – Coincidences II ist eher von zackiger rhythmischer Natur. 

Die Musiker: Das Open_Music Quintet (Felix Borel, Violine; Felix Behringer, Klarinetten; Scott Roller, Cello/Elektronik; Michael Kiedaisch, Vibraphon, Percussion, Schlagzeug – mit Special Guest Élise Dabrowski (Kontrabass/Gesang).

Der Videokünstler Michi Meier lieferte sowohl reaktive Live-Projektionen als auch diese Videointerpretationen. 

O_M 2022.02 : 11. Februar 2022 – TUNNELSCAPES von Michi Meier (Prospects #7)

Michi Meier hat in den letzten 15 Jahren viele Videos für Open_Music produziert. Seit 2019 ist er fester Bestandteil des Open_Music-Teams, sowohl für kreative Dokumentationen als auch für reaktive Videointerpretationen von Klang.

Für die Open_Music-Reihe AUSSICHTEN im Jahr 2021 wurde er beauftragt, einen Film zu erstellen, zu dem die Musiker improvisieren könnten. Seine Arbeit wurde eine animierte Fantasie nach Zeichnungen des amerikanischen Künstlers John Klinkenberg, den Meier in Amsterdam kannte. 

Tunnelscapes ist die Kombination von Aufnahmen einer Live-Performance des Open_Music Quintet und Élise Dabrowski am 3. Dezember 2021 in der Staatsgalerie Stuttgart mit Elementen seines Originalvideos, die den Spielern überlagert wurden.

Musiker*innen: Das Open_Music Quintet (Felix Borel, Violine; Felix Behringer, Klarinetten; Scott Roller, Cello; Michael Kiedaisch, Vibraphon/Schlagzeug; Roderik Vanderstraeten, Moog-Synthesizer) mit Special Guest Élise Dabrowski (Kontrabass/Gesang).

O_M 2022.01 : 11./22. Februar 2022 – Videos zu „Cartography" von Felix Behringer

Felix Behringer, der Klarinettist des Open_Music Ensembles, komponierte eine dreisätzige Videopartitur als fünfte Ausgabe der Open_Music Reihe AUSSICHTEN. Hier sind zwei Videos: Das erste ist eine Collage von Michi Meier, der die visuelle Partitur mit der Live-Performance des ersten Satzes überlagert. Als zweites wird die ganze Partitur gezeigt, zu der das Ensemble live gespielt hat. Mehr Information vom Komponisten bei Prospects #5 unten.

Die Musiker*innen:

Felix Behringer – Komponist/Produzent, Baßklarinette; Michael Kiedaisch – Vibraphon/ Perkussion; Felix Borel – Violine; Scott Roller, Céline Papion, Delphine Henriet – Cello; Èlise Dabrowski – Kontrabass/Gesang; Roderik Vanderstraeten – Moog Synthesizers, Tontechnik u. Mastering.

O_M 2021.11 : 24. Oktober 2021 – Behringer – Prospects 5: Kartographie

Felix Behringer schreibt:

Für meine Ausgabe der Reihe AUSSICHTEN, den Prospects 5, wollte ich meinen Kollegen keinen musikalischen, sondern einen visuellen Input geben. Hierfür fertigte ich zunächst drei formal identische, grafische Partituren als Aquarelle an. In einem zweiten Schritt wurden diese Aquarelle abfotografiert und mit einem Videobearbeitungsprogramm animiert, sodass in Vogelperspektive zeitgleich die Bilder quasi abgefilmt wurden. Es entstanden Wege und Pfade entlang fantasiereicher Zeichen und Formen, als ob man mit dem Finger den Straßen auf einer Landkarte folgt, daher der Titel Kartographie.

Da dieser Animationsprozess aller drei Aquarelle mit der gleichen zeitlich formalen Struktur geschah, konnten die Musiker für ihre Interpretation eine der Aquarelle frei aussuchen und im Nachhinein konnten die Ergebnisse frei gemischt werden, so geschehen in Kartographie – Exkursion I. Felix Borel (Violine), Michael Kiedaisch (Perkussion) und Scott Roller (Cello) spielten unabhängig voneinander je eine Version der Kartographien ein und die Aufnahmen wurden im Anschluss unbearbeitet übereinander gelegt.

In Exkursion II erhielten die Musiker zusätzlich zum visuellen Input noch einen ausgedünnten Mix der Exkursion I und sollten nun, inspiriert von Klang und Bild, nochmals eine Interpretation erschaffen. Zu den zuvor genannten Musikern, die nochmals eine neue Interpretation auf anderen oder erweiterten Instrumenten lieferten, traten zusätzlich Roderik Vanderstraeten (Synthesizer) und ich selbst (Bassklarinette) hinzu. Aus allen Interpretationen entstand der Mix zur Kartographie – Exkursion II. Das Video ist ebenfalls ein Mix aus allen drei Kartographien.”

 

Felix Behringer – Komponist, Produzent, Visuals & Baßklarinette

Michael Kiedaisch – Vibraphon u. Perkussion

Felix Borel – Violine

Scott Roller – Cello & iOS Apps (Fretless Bass, Fretless Brass)

Roderik Vanderstraeten – Synthesizer, Tontechnik u. Mastering

 

O_M 2021.10 : 20. Oktober 2021 – Video von Michi Meier aus Prospects #3 von Michael Kiedaisch

Ein neues Video von Michi Meier zu Les dauphins de Neptune aus PROSPECTS #3 von Michael Kiedaisch. 

Für mehr Informationen über die dritte Ausgabe von AUSSICHTEN (Prospects), siehe unten bei O_M 2021.04 : 21. Juni 2021 – AUSSICHTEN – Prospects 3: Constellations oder besuchen Sie unsere Bandcamp Seite unter:

Prospects 3: Michael Kiedaisch – Constellations/Conjunctions

O_M 2021.09 : 02. Oktober 2021 – Open_Music Quintet @ Tango Ocho

Drei Elegien in der Zeit : Open_Music Quintet

Drei der Eröffnungssätze aus dem Open-House Konzert mit dem Open_Music QUINTET @Tango Ocho (ocho.de) am Samstagabend, 2. Oktober 21 (als Teil eines größeren, dreitägigen Open-House-Wochenendes für die Stuttgarter Wagenhallen-Community). Besonderen Dank an TANGO OCHO für den bezaubernden Veranstaltungsort, direkt gegenüber von unserem eigenen Studio im Neubau der Wagenhallen… Wir freuen uns auf mehr Events bei Tango Ocho!

Michi Meier hat Elegy 2 als Video dokumentiert und das ganze Konzert kann man mit einfacher Tonqualität auf Soundcloud hören.

O_M 2021.08 : 01. - 03. Oktober 2021 – Improvisation & Reaktive Visuals im Studio

Vom 01.-03. Oktober gab es in den Wagenhallen Stuttgart drei Tage der Offenen Tür. Roderik Vanderstraeten, Scott Roller und Michi Meier waren (manchmal mit wechselnden „anderen”) an allen drei Tagen in ihrem Studio mit elektroakustischen Improvisationen und Reaktive Video. Am Samstag, den 02. Oktober kamen die anderen drei Quintettmitglieder an für das Konzert abends bei Tango Ocho. Diesmal war Ambient- und Generative Musik oft Modus und alles war viel prozesshafter als die Tage letztes Jahr, als dieses schönes Video entstand.

O_M 2021.07 : 18. September 2021 – Video von Michi Meier

Diese Video-Visualisierung von Michi Meier ist von einem Stück aus der ersten Ausgabe von Open_Music’s AUSSICHTEN-Reihe, die von Scott Roller im April 2021 produziert wurde. SR lieferte die Synthesizer-Textur, die als Grundlage für die Improvisationen von Felix Borel (Violine + Live-Elektronik) und Felix Behringer (Klarinette) diente. 

Die ganze Ausgabe kann auf unserer Bandcamp-Seite gehört werden unter: Prospects #1 auf Bandcamp

O_M 2021.06 : 04. September 2021 – Open_Music Session mit Gast Phillip Staffa

Vom 11.-14. August war Phillip Staffa (E-Gitarre) aus Berlin bei Open_Music in ihrem Studio in den Stuttgarter Wagenhallen zu Gast für drei spannenden Tagen Improvisation und Komposition. Roderik Vanderstraeten und Scott Roller haben intensiv mit Phillip gearbeitet und am 14. August ein Videodreh mit Michi Meier vor einem kleinen Publikum gemacht. Phillip war als Schüler aus Ludwigsburg in den Jahren um die Gründung von Open_Music in 2005 mit uns sehr verbunden. Er brachte einige seiner eigenen kompositorischen Strategien in die Sessions ein, und sie bildeten den Kontext für manche der Improvisationen.

Alle Videos von Michi Meier sind schon auf Vimeo zu sehen unter: https://vimeo.com/showcase/8797332 und ein Audioalbum für Bandcamp ist in Vorbereitung.

O_M 2021.05 : 04. August 2021 – Borel – Prospects 4: Solisten

Diese vierte Ausgabe der Open_Music Reihe AUSSICHTEN (Prospects) wurde von Felix Borel konzipiert und produziert.  Er hat folgendes über seine Arbeit geschrieben:

„Die Grundidee zu Prospects 4 ist schnell erzählt. Jeder Musiker bekam seine persönliche von mir produzierte Spur, zu der die einzige Spielanweisung war, solistisch zu agieren, in welcher Form und mit welchem Material auch immer. Jeder hat sozusagen sein eigenes „Orchester” , zu dem er den Solopart entwickelt, als Feature für jeden einzelnen Musiker vom Open_Music Ensemble, weshalb die Tracks auch nach ihrem jeweiligen Solisten benannt sind.

Für die Aufnahmen der „Orchesterspuren“ habe ich für jeden Track ein anderes Instrumentarium verwendet, um unterschiedliche Klangräume und Stimmungen zu schaffen. Melodica, Rahmentrommel, Klavierinnenleben bearbeitet mit E-Bow und Besen, Kalimba, Geige und Bratsche sind die Quellen dieser Klänge.”

Bei Prospects 4 – SOLISTEN hat Felix Borel dann die verschiedenen Angebote der Musiker mehrspurig im Studio bearbeitet und Roderik Vanderstraeten den Mixes einen letzten klanglichen Schliff gegeben. Die fünf solistischen Sätzen sind umgeben von einem Intro und Outro, an denen alle Musiker des Ensembles beteiligt sind.

Prospects (AUSSICHTEN) wird ermöglicht durch die großzügige Unterstützung der Stadt Stuttgart und der Wüstenrot Stiftung, für die Open_Music sehr dankbar ist.

01 Intro – Ensemble Tutti
02 Kruse – J. Kruse: Klavier | F. Borel: Rahmentrommel, Bratsche
03 Behringer – F. Behringer: Baßklarinette | F. Borel: Klavier innen, Besen, E-bow, Kalimba
04 Kiedaisch – M. Kiedaisch: Vibraphon, Schlagzeug | F. Borel: Bratsche, Live Elektronik
05 Roller – S. Roller: Cello, Mandocello, Live Elektronik | F. Borel: Geige, Bratsche
06 Vanderstraeten – R. Vanderstraeten: Bouzouki, Röhrenspiel, Becken, Teufelsgeige, Street Bass, Moog Matriarch | F. Borel: Melodica
07 Outro – Ensemble Tutti
08 SOLISTEN – Komplettfassung ohne Unterbrechungen

O_M 2021.04 : 21. Juni 2021 – Kiedaisch – Prospects 3: Constellations

Die dritte Ausgabe der Open_Music-Reihe AUSSICHTEN (Prospects) wurde von Michael Kiedaisch konzipiert und produziert.

„Mit meinen Vorgaben zu PROSPECTS 3 – CONSTELLATIONS (Conjonctions/Oppositions) habe ich versucht, den Spieler*innen konkrete Hinweise für ihre Beiträge zu geben. Das ging über das Erstellen von Partituren mit genau vorgegebenen Abläufen und Aktionen für manche Stücke, bis zu rein atmosphärischen Beschreibungen bei anderen. Mir lag daran zum einen meine Vorstellung der einzelnen Stücke genau zu artikulieren und zum andern dennoch möglichst viel „Spielraum“ zu lassen. Es wäre jedoch eine sträfliche Vernachlässigung des eigenkreativen Potentials der Mitspieler*innen gewesen, nicht hinzuzufügen, dass, wer andere Ideen, als die von mir artikulierten anzubieten hätte, diese doch bitte unbedingt ausführen sollte! So haben die Stücke im Laufe des Aufnahmeprozesses ein Eigenleben entwickelt, eine wunderbare Mischung aus meinen Vorgaben und den darüber hinausgehenden Beiträgen. Über diesen Prozess der Entwicklung und Veränderung bin ich sehr begeistert und dankbar. 

Ausser den Mitgliedern vom Open Music Ensemble war bei „Constellations“ Élise Dabrowski (Paris) als Gast beteiligt, die ich von anderen Projekten als wunderbare Sängerin und Kontrabassistin kannte. Ihre Beiträge haben einige der Stücke wesentlich geprägt, wie z.B. „Face à Venus“,  in dem sie das Gedicht von Paul Eluard „L’extase“ als Textgrundlage hinzugefügt hat. Das ist auch der Grund, warum ich für alle Stücke französische Titel gewählt habe. Der Bezug zu den 8 Planeten entstand bei der Titelsuche spontan und ist rein spielerischer, assoziativer Art.”    (Michael Kiedaisch)

 

Michael Kiedaisch – Komponist, Produzent, Vibraphon u. Perkussion | Felix Borel – Violine, Bratsche | Felix Behringer – Klarinette,  Baßklarinette | Jürgen Kruse – Klavier | Scott Roller – Cello | Roderik Vanderstraeten – Moog Matriarch, Tontechnik u. Mastering | und als besonderer Gast, Élise Dabrowski (Paris) – Kontrabass und Stimme.

PROSPECTS (Aussichten) wird ermöglicht durch die großzügige Unterstützung der Stadt Stuttgart und der Wüstenrot Stiftung, für die Open_Music sehr dankbar ist.

O_M 2021.03 : 15. Mai 2021 – Vanderstraeten – Prospects 2: Coincidences

Die zweite Ausgabe der neuen Open_Music-Reihe AUSSICHTEN wurde von Roderik Vanderstraeten konzipiert und entwickelt. Als erster Baustein oder Konstrukt bot er insgesamt 11 musikalische Impulse an, die die Musiker ergänzt und weiter entwickelt haben.

Daraus entstanden neue Farben und Strukturen, wodurch manche ursprüngliche Bausteine unsichtbar geworden sind und durch Zufälle – Coincidences (oder vielleicht auch nicht), neue Kompositionen entstanden sind, somit eine eigene Richtung und Form angenommen haben.

Coincidences ist eine Reise in 6 Abschnitten und kann auch als eine durchgehende Komposition gehört werden (wie bei Track 7), in der man verschiedenen Klanglandschaften begegnet, die einen Ort oder einen Zustand wie eine Fügung beschreibt und umspielt.

PROSPECTS (Aussichten) wird ermöglicht durch die großzügige Unterstützung der Stadt Stuttgart und der Wüstenrot Stiftung, für die Open_Music sehr dankbar ist.

 

Roderik Vanderstraeten – Komponist/Produzent/Synthesizer und Sound Design | Scott Roller – Cello, Live-Elektronik | Felix Borel – Violine, Bratsche | Felix Behringer – Klarinette, Bassklarinette| Michael Kiedaisch – Schlagzeug, Vibraphon | Domingos Costa (als Gast) – Klavier | Roderik Vanderstraeten – Tontechnik/Mastering.

O_M 2021.02 : 15. April 2021 – Roller – Prospects 1: Options

Dies ist die erste Ausgabe der neuen Open_Music-Reihe AUSSICHTEN (Prospects). In jeder Ausgabe wird einem Mitglied des Ensembles die Möglichkeit gegeben, Material zu liefern, das die Improvisationen der anderen inspiriert und informiert. Diese Impulse können in jeder beliebigen Form angeboten werden: musikalische Notationen, Soundfiles, Grafiken, Texte, Videos oder was auch immer der Komponist/Produzent wünscht. Die Ergebnisse werden dann als eine Ausgabe von Prospects in etwa monatlichen Abständen durch 2021 veröffentlicht.

Scott Roller ist der Komponist/Produzent von Prospects 1. Am 21. März bot er den Musikern als „Partitur” eine Reihe von sechzehn elektronischen „Referenzspuren” mit dem Titel OPTIONS an. Diese setzten sich zusammen aus: vier „Songs The Void Sings”, sechs „Free Agents” und mehreren eigenständigen Tracks, in denen der Synthesizer prominenter und rhythmisch prägnanter, komplexer ist, wozu “Eight Tempi” und “Hymne” gehören. Die Musiker wählten frei aus den Modulen aus, die sie ansprachen, und luden ihre Beiträge in den folgenden zwei Wochen auf den Open_Music-Server hoch, die Scott dann übereinander brachte und Roderik Vanderstraeten weiter klanglich verfeinerte.

Scott Roller – Komponist/Produzent, Synthesizer, Bassgitarre & Live-Elektronik | Felix Borel – Violine, Live-Elektronik & Vorproduktion | Felix Behringer – Klarinette, Bassklarinette & Vorproduktion | Michael Kiedaisch – Schlagzeug, Percussion & Vorproduktion | Roderik Vanderstraeten – Tontechnik/Mastering.

O_M 2021.01 : 14. März 2021 – Improvisationen November 2020

Für den 28. November 2020 war eine besonders umfangreiche Iteration unserer alljährlichen Zusammenarbeit mit der Staatsgalerie Stuttgart, Spannungsfeld Komposition-Improvisation geplant, aber mit dem zweiten Lockdown wurde dies leider unmöglich. Wir haben uns entschlossen, die vorgesehenen Termine trotzdem zu nützen und die bestellten Musiker*innen zu zwei Tagen Videodreh im Kunstzentrum Karlskaserne in Ludwigsburg einzuladen.

Wieder hat die Stadt Stuttgart uns unterstützt, und am 27. November haben wir mit dem Open_Music Quintett und am 28. November mit dem Jugendsinfonieorchester der Musikschule Ludwigsburg viel Material mit dem Videokünstler Michi Meier aufgenommen.

Sieben Videos mit dem Quintett sind zu sehen unter:
Open_Music Quintet – Improvisations November 2020

O_M 2020.13 : 08. Dezember 2020 – RASHOMON Stuttgart

Im Herbst kooperierte Open_Music mit Nina Kurzeja und BLOMST! gUG bei der Produktion von dem Video RASHŌMON STUTTGART – ein virtueller Streifzug durch die Urbanstrasse in Stuttgart.

Am 08. Dezember war die offizielle Eröffnung des Films und der dazugehörenden Webseite. Roderik Vanderstraeten und Scott Roller haben bei dem Projekt die Musik und das Sounddesign gemacht.

Mehr dazu auf der interaktiven Webseite: 
www.rashomon-stuttgart.art

O_M 2020.12 : 16. Oktober 2020 – Wagenhallen Stuttgart, Studio 101

Seit einem Jahr wartet Open_Music auf die Bekanntmachung seines neuen Studios in den Wagenhallen Stuttgart – dass die Wagenhallen sich wieder offiziell öffnen nach der Renovierungsphase und der ersten Phase Corona.
 
Am Mittwoch, den 07.10.2020 war die offizielle Wiedereröffnung (mit Bürgermeister Fritz Kuhn) und von Freitag den 09.10. bis Sonntag den 11.10.2020 nahm Open_Music dort an den großen Tagen der offenen Türen teil. Scott Roller, Roderik Vanderstraeten und Michi Meier waren an allen drei Nachmittagen im Studio anwesend,  bei der Forschung nach Verbindungen zwischen elektroakustischen Improvisationen und Live-Video. Wir haben uns gefreut über die vielen Menschen, die uns laufend in kleinen 5-er Grüppchen besucht haben! 
Hier ein Beispiel von unseren Interaktionen am Samstag, den 10.10.2020:

O_M 2020.11 : 29. September 2020 – JSO Ludwigsburg

Am vergangenen Wochenende (26./27. September 2020 mit zwei Abenden Proben davor) nahmen Roderik Vanderstraeten und Scott Roller von Open_Music, zusammen mit 20 Musiker*innen des Jugendsinfonieorchesters der Musikschule Ludwigsburg und ihrer Leiterin Ute Kabisch an dem 25. Jubiläum des Kunstzentrums Karlskaserne in Ludwigsburg teil.
 
Wegen den aktuellen Coronavirus Bestimmungen und der Tatsache, dass dem Publikum ein fünf-gängiges, einstündiges Kulturangebot auch durch kleinere Räumlichkeiten in Zehnergruppen nach einem strengen Zeitplan serviert wurde, haben wir unser viertel-stündiges Improvisations-Finale über ZWANZIG Mal seit Donnerstag den 24. September angeboten.
Vielen Dank an den jungen Künstler*innen, die phänomenal gearbeitet und sagenhaft musiziert haben!
Hier ein paar fotografische Impressionen aus der Reithalle wo wir so viel Zeit in den letzten Tagen verbracht haben.
 
Unsere Arbeit wurde seit Januar 2020 (bis zum Lockdown Mitte März) und dann wieder seit Juli von der Stadt Stuttgart und vom Netzwerk Neue Musik e.V. im Rahmen von „Gesellschaftlicher Zusammenhalt,” eines Sonderprogramms des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg unterstützt. 
 
Die jungen Musiker*innen werden auch an unserm Konzert Spannungsfeld Komposition-Improvisation am 28. November 2020 in der Staatsgalerie Stuttgart teilnehmen.
 

O_M 2020.10: 23. September 2020 – Die Wiedereröffnung

Seit Januar 2020 haben Roderik Vanderstraeten und Scott Roller von Open_Music e.V. mit jungen Musiker*innen des Jugendsinfonieorchesters der Musikschule Ludwigschule (und ihrer Leiterin Ute Kabisch) gearbeitet, mit Unterstützung des Netzwerks Neue Musik e.V. im Rahmen von „Gesellschaftlicher Zusammenhalt,” eines Sonderprogramms des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.

Nach der langen Zwangspause fing im Juli die gemeinsame Arbeit wieder an und diese Woche werden in der Kunstzentrum Karlskaserne viele Aufführungen stattfinden, im Rahmen von “Ich höre die Härchen in meinem Ohr tanzen,” ein Kooperations-Projekt der Tanz- und Theaterwerkstatt mit der Jugendmusikschule Ludwigsburg, anläßlich des 25jährigen Jubiläums der Karlskaserne.

Kunstzentrum Karlskaserne
Hindenburgstraße 29, 71638 Ludwigsburg
 
Donnerstag, den 24.09.2020 – Öffentliche Hauptproben:
Timeslots zwischen 19h und 20h⁠
Freitag, den 25.09.2020 – Öffentliche Generalproben: 
Timeslots zwischen 19h und 20h⁠
Samstag, den 26.09.2020
Timeslots zwischen 15h und 19h30⁠
Sonntag, den 27.09.2020
Timeslots zwischen 15h und 19h30⁠
12 € / erm. 8 € zzgl. Gebühren⁠
Kartenerwerb für einen Timeslot im Vorfeld erforderlich.⁠

O_M 2020.09: 27. Juli 2020 – Layers 5 – Kleine Besetzungen

LAYERS 5 besteht aus Improvisationen mit kleinen Formationen – überwiegend aus der Zusammenarbeit von zwei Musikern. Oft stammen zwei oder mehr Spuren von der gleichen Person (mit einer vorläufigen Mix), wodurch die Hauptentwicklung des Stucks weitgehend bestimmt wird. Roderik Vanderstraeten ist mit Moog Synthesizer auf fünf von den sieben Tracks zu hören, was dem Set als Ganzes einen deutlich elektroakustischen Charakter verleiht.

Felix Borel hat zwei kontrastierenden Improvisationen angeboten: die romantisch schwebenden Linien in „Lyrisch” und die treibende Solo-Improvisation für Geige mit Stimme „Go go go!” Michael Kiedaisch steuerte eine Spur Vibraphon zu „Lyrisch” bei und „Tales” geht von einer mehrspurigen Studio Improvisation von ihm mit Kalimba, Gabelophon (ein Kalimba-ähnliches Instrument aus Gabeln) und präpariertes Klavier aus. „Broken Lyric” und die zwei „Elemente” basierten auf Solo-Cello Aufnahmen von Scott Roller, bei #1 mit einer Geigenstimme von Felix. Roderik Vanderstraeten interpolierte elektronische Spuren aus den akustischen Stimmen bei den Kiedaisch und Roller Stücken und setzte eigenes Material dazu.

Von “Element #4” hat Michi Meier ein Video kreiert, das von einer Vor-Version der Audiospur ausging, in der die Elektronik viel stärker pulsierte. Als Roderik sich schließlich stärker in einer polyrhythmischen Richtung begab, gewann das Video an Eigenständigkeit, und setzt seine eigene rhythmischen Impulsen zu dem Hörbaren dazu.

O_M 2020.08 : 08. Juli 2020 – Drei Videos von Michi Meier

Der Video-Künstler Michi Meier hat im Juni drei weitere, sehr unterschiedliche Videos für diese Reihe produziert, mit Mitteln, die in erster Linie für die Live-Interpretation von Audio Material entwickelt worden sind. Open_Music freut sich auf kommenden Live-Aufführungen (hoffentlich schon im Herbst/Winter 2020/21 in den Wagenhallen), bei der dieses Zusammenspiel von Klang und Licht vollständig zur Geltung kommen wird.

“20 Celli – Spectra” benutzt ausschließlich die ersten 20 Obertöne der tiefen C-Saite des Cellos und entstand in Scott Rollers Heimstudio 24.-28. Mai 2020. Er hatte das Stuck ursprünglich im Auftrag zweier Kollegen produziert: ein Lufthansa-Pilot mit einer Passion für Video und ein Musikerkollege. Sie wünschten sich einen frei-improvisierten Beitrag zu einer Sequenz aus dem 10-stündigen Echtzeit-Video Covid-19 follows Amber 575 – von einem Lufthansa Flug Mitte-März 2020 von Beijing nach Frankfurt. Das Video ist erhältlich on demand bei Vimeo: https://vimeo.com/ondemand/covid19followsamber575.

Das Video von Michi Meier zeichnet die harmonische Entwicklung und die spektrale Natur des Klangs auf einer sehr sinnlichen Art nach. Es befreit die Musik aus seiner ursprünglichen Umgebung und verleiht ihr eine fließende organische Lebendigkeit.

Die anderen zwei Videos sind Visualisierungen von Stücken, die schon in der LAYERS-Reihe erschienen sind: das Sextett „No. 3” aus LAYERS 4 und „Dark Arts” aus LAYERS 3. Weitere Informationen zu den Studiokompositionen sind unten bei den jeweiligen Audio Sets zu finden.

O_M 2020.07 : 12. Juni 2020 – Layers 4 – Alternativen...

Diese vierte Ausgabe ist das bisher umfangreichste Set in der LAYERS-Reihe und beinhaltet vier relativ dichten Ensemble-Sätze (mit 4-7 Spuren), gefolgt von vier Alternativ-Fassungen. Wie bei den ersten zwei Sets (Layers 1 & 2), sind die Alt.-Versionen einfachere, durchsichtigere, mehr kammermusikalische Ausführungen von drei der vier “Threads,” die die Ursprünge der musikalischen Entwicklungen hörbar machen, worauf die Musiker weitere Linien aufbauten. Ein weiterer Unterschied ist, dass diesmal die ersten vier Tracks alle eine elektronische Komponente aufweisen, wogegen die Alternativen gänzlich mit traditionellen, akustischen Instrumenten realisiert werden.

Wie schonmal bei Layers 1, gingen drei der Titeln („No. 3, No. 4 & No. 5”) von Klarinetten-spuren von Felix Behringer aus, aufgenommen Mitte-Mai. Michael Kiedaisch hat dann Vibrafon zu „No. 3” gespielt und zwei Perkussionsspuren (Großer Trommel/Saitentrommel) zu „No. 4” angeboten, während Roderik Vanderstraeten Synthesizer zu beiden Stücken eingespielt hat. Noch später hat Felix Borel eine Geigenspur zu Behringers „No. 5” eingebracht und einen Schwarm Geigenlinien zu „No. 3.” Letztlich hat Scott Roller eine Synth-Sequenz und zwei Cellospuren zu „No. 5” beigetragen. ”Stream 9” entsprang einer elektronischen Spur Scott Rollers, schon spät-April gepostet, zu der Felix Borel kurz danach drei Geigen dazu einspielte – vollendet mit drei Cellospuren von Scott Anfang Juni.

O_M 2020.06 : 22. Mai 2020 – Layers 3 – „Dark Arts"

Diese dritte Ausgabe in der LAYERS-Reihe besteht aus nur vier Tracks, weil die jeweiligen Dauern der Studio-Improvisationen etwas länger sind, besonders die Nr. 4, „Borel-Maxi-Mix: Dark Arts.” Besonders an diesem Werk ist auch, dass es am 07. Mai von Felix Borel zusammengestellt wurde aus Auszügen einer Basstrommel Spur vom Michael Kiedaisch und einigen verschiedenen Cello „Elementen” angeboten von Scott am 03. Mai. Dazu hat er frei improvisiert, auf einem offenen Klavier-Rahmen und mit mehreren Spuren Bratsche.

Die Playlist fängt an mit: “Second Line: Corona Anthem” (eine von SR verkürzter Fassung von “Dark Arts”) als Teaser gedacht…

„Short story” wurde von Felix Borel schon am 15. April als eine Solo-Geige Track initiiert, zu der Scott Roller (Cello), Michael Kiedaisch (Vibrafon) und Felix Behringer (Bassklarinette) in den zwei Wochen danach jeweils eine Spur dazufügten. Das Stuck ist ein komplexes Quodlibet gespielt von den einzelnen Musiker.

„Singing Bass Drum” besteht aus einer Spur Basstrommel (gespielt mit einem Flummi), angeboten von Michael am 28. April, wozu Scott einige Tage später zwei Cello-Tracks aufnahm.

Tonmeister: Roderik Vanderstraeten

O_M 2020.05 : 17. Mai 2020 – Layers 2 (Playlist + 2 Videos)

Diese zweite Ausgabe in der LAYERS-Reihe von Open_Music präsentiert drei Ketten von Improvisationen: „Katabasis,” initiiert am 22. April von Roderik Vanderstraeten (Synthi/Sound Design) und „Deep Sea (Insects),” von Michael Kiedaisch (Vibrafon/Perkussion), am 21. April in Gang gesetzt. „Noema” wurde von Roderik zusammen mit Felix Borel entwickelt, und Michael hat später eine Perkussionspur dazu gefügt.

„Katabasis” fing als ein vielschichtiger Mix an, mit einer sehr vordergründlichen Schlagzeugspur. Scott Roller hat aber eine etwas irrationale tiefe Synth Linie ausgesucht und sie mit einem Schwarm von vier tief-gestimmten Celli nachgezeichnet. Danach hat Roderik das Schlagzeug weggenommen und eine Fassung mit den Celli gepostet. Felix Borel fügte drei Geigenspuren dazu, später haben Michael Kiedaisch BassTrommel und Felix Behringer Bassklarinette dazu eingespielt. „Katabasis” wird erst in seiner komplexesten Form angeboten, zusammen mit zwei Alternativen aus früheren Entwicklungsstadien.

Die zwei „Tiefsee (Deep Sea)” Versionen fingen ihr Leben als eine Vibrafon Spur von Michael Kiedaisch an. Felix Borel hat als Nächstes eine radikal kontrastierende Geigenspur angeboten. Roderik hat dann eine Komplementärstimme zum Vibrafon auf Synth (Mellotron) eingespielt und zum Schluss kam eine Cellostimme von Scott als Partner zur Geige dazu.

Michi Meier hat zwei Visualisierungen zu den „Tiefsee” Improvisationen gemacht: eine, die sich auf das Duo Vibrafon/Mellotron begrenzte und eine zweite, die das Zwiegespräch Geige/Cello hervorhebt.

O_M 2020.04 : 14. Mai 2020 – Drei Videos von Michi Meier

Drei Videos zu den ersten zwei Tracks von LAYERS 1 – zwei Interpretationen von “Ostinato 1” und eine von “No. 2”, Trio-Improvisationen für Bassklarinette, Violine und Cello. Mehr Informationen zu den Stücken und ihrer Entstehung lesen sie unter “LAYERS 1” unten.

Michi Meier: „LAYERS gibt mir die Freiheit spielerisch und gleichberechtigt mit Bildereignissen auf die Tonspuren zu reagieren. Das macht einen Riesenspass. Die hier gezeigten audio-reaktiven Visuals sind als „optische Feedback-Schleifen“ für Live-Konzerte konzipiert und wurden in Echtzeit generiert. Weitere Forschungen in der Tradition des abstrakten Filmes folgen 😉 ”

O_M 2020.03 : 01. Mai 2020 – Layers 1 – Kammermusik in Schichten

Diese Studio-Improvisationen entstehen in Schichten (LAYERS) als Zusammenarbeit von sechs Musiker aus ihren jeweiligen “Home Studios” in Stuttgart, Freiburg und Weilheim nach folgender Methode:

Auf einem Server gibt’s die Möglichkeit, musikalische Entwicklungen in Gang zu setzen in dem man einen Ordner kreiert und eine (oder mehrere) .WAV Datei(en) hineinlegt. Wer dazu etwas aufnehmen möchte, lädt diese Datei(en) herunter, hört die Klänge auf Kopfhörer und spielt eine eigene Tonspur ein. Diese Einzelspur und u.U. einen vorläufigen Mix kommen dann in den Ursprungsordner herein, wo andere Musiker auch dazu spielen können. Wenn sich genug Material angesammelt hat, werden die Einzelspuren in einer oder gleich mehreren Fassungen abgemischt und in dieser Reihe publiziert.

In diesem Fall hat Felix Behringer vier kurze Improvisationen auf Bassklarinette am 16. April angeboten. Felix Borel hat bald seine Geigenstimmen dazu getan, dann spielte Scott Roller einige Cello Tracks ein, und zum Schluss spielten Michael Kiedaisch (Vibrafon) und Roderik Vanderstraten (Synth) bei manchen Spuren dazu. Roderik hat die endgültigen Mixes gemacht.

O_M 2020.02 : 26. April 2020 – Video aus „Spannungsfeld Komposition-Improvisation" 2019

Occhiolism (2019) ist eine multimediale Komprovisation (Komposition-Improvisation) für vier Musiker und Klangprojektion von Roderik Vanderstraeten (*1973 in Belgium). Das Werk entstand im Auftrag von Open_Music e.V. zum Anlass der 11. Ausgabe von “Spannungsfeld Komposition-Improvisation” und wurde am 05. Dezember 2019 in der Staatsgalerie Stuttgart uraufgeführt. Es spielten das Open_Music Quartett (Felix Borel, Violine; Scott Roller, Cello; Michael Kiedaisch, Vibrafon/Perkussion) + (als Gast) Gareth Lubbe, Viola/Obertongesang.

Dieses Video von Michi Meier kombiniert Elemente aus der multimedialen Paritur mit Aufnahmen der Uraufführung in der Staatsgalerie, und wurde April 2020 produziert für das Internet Projekt “Open_Music Sessions 2020,” das vom Kulturamt der Stadt Stuttgart unterstützt wird.

O_M 2020.01 : 19. April 2020 – Ein schönes Projekt wird unterbrochen...

„Lass mal hören!”
Open_Music mit dem JSO der Musikschule Ludwigsburg

Seit Januar 2020 arbeiteten Scott Roller und Roderik Vanderstraeten von Open_Music e.V. mit dem Jugendsinfonieorchester der Musikschule Ludwigsburg (etwa 25 jungen Musiker*innen zwischen 11 und 18 Jahren) und ihrer Leiterin Ute Kabisch in einem Projekt genannt „Lass mal hören!” Das Projekt wird vom Netzwerk Neue Musik Baden-Württemberg e.V. im Rahmen von „Gesellschaftlicher Zusammenhalt,” einem Sonderprogramm des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg, unterstützt. Diese Aufnahmen wurden bei einer Probe am 11. März 2020 in der Musikschule gemacht, kurz vor der Schließung der Schulen. Wir hoffen sehr, unsere Zusammenarbeit spätestens in September fortsetzen zu können. Auf diesen Aufnahmen spielen etwa 20 junge Menschen mit Ute Kabisch (Stimme), Roderik Vanderstraeten (Klavier/iPad) und Scott Roller (Cello). 

2020 ging Open_Music e.V. in sein 15. Jahr mit:

Workshops für Menschen in allen Bildungsformen &  jeder Lebensphase,

Kooperationen mit einer Vielfalt von KünstlerInnen & Institutionen,

der Fortsetzung der Jetzt! & Spannungsfeld Projekt-Modelle,

sowie den neuen Open_Music Sessions & Listening Room Konzepten

für die Weiterentwicklung von Open_Music e.V. und seine Ziele.