Open_Music in der Corona-Zeit – LAYERS

Seit Mitte-März gelten notwendigerweise gesellschaftliche Reglungen, die unsere geplanten Kurse und Konzerte leider unmöglich machen. Um kreativ miteinander durch diese historische Zeit in Kontakt zu bleiben und weiter arbeiten zu können, haben sich sechs Musiker vom Open_Music Ensemble und ein Video-Künstler entschlossen, im Geiste der Open_Music Sessions, Wege zu suchen, unseren Austausch von unseren unterschiedlichen Orten aus fortzusetzen, um die Ergebnisse auf dieser Webseite und in den sozialen Medien zu veröffentlichen. Weil die Improvisationen in Schichten entstehen, nennen wir das Projekt „LAYERS.”  Mit Unterstützung des Kulturamts der Stadt Stuttgart.

Teilnehmer Open_Music Sessions 2020 – LAYERS : Felix Behringer – Klarinetten | Felix Borel – Violine | Michael Kiedaisch – Vibraphon u. Perkussion | Jürgen Kruse – Klavier | Roderik Vanderstraeten – Elektronik u. Tontechnik | Scott Roller – Projektleitung, Webmaster, Cello u. Elektronik | Michi Meier – Video.

In der Corona-Zeit arbeiten die Künstler zu Hause: Vanderstraeten, Roller und Kruse in Stuttgart, Borel u. Kiedaisch in Freiburg, Meier in Schwäbisch Gmünd, und Behringer in Weilheim (nah der Schweizer Grenze). Sie kommunizieren mit Telefon, Email, Zoom – und haben in der Cloud einen zentralen Hub wo sie Daten (besonders Audio) austauschen können.

Dear international visitors,

For the English version of these posts, please go to the respective Soundcloud and/or Vimeo sites (by clicking on their icons), where you will find English material in the comments/description fields.

Even better – visit our new Bandcamp site [https://open-music.bandcamp.com], where the Layers posts are always in English, or the Open_Music Facebook page [https://www.facebook.com/OM.Stuttgart] for more information on Open_Music from the past few years, predominantly in English. 

We want to make this website [openmusic.de|open-music.eu] bilingual German-English, but that will take a little time. 

O_M 2020.08 : 08. Juli 2020 – Drei Videos von Michi Meier

Der Video-Künstler Michi Meier hat im Juni drei weitere, sehr unterschiedliche Videos für diese Reihe produziert, mit Mitteln, die in erster Linie für die Live-Interpretation von Audio Material entwickelt worden sind. Open_Music freut sich auf kommenden Live-Aufführungen (hoffentlich schon im Herbst/Winter 2020/21 in den Wagenhallen), bei der dieses Zusammenspiel von Klang und Licht vollständig zur Geltung kommen wird.

“20 Celli – Spectra” benutzt ausschließlich die ersten 20 Obertöne der tiefen C-Saite des Cellos und entstand in Scott Rollers Heimstudio 24.-28. Mai 2020. Er hatte das Stuck ursprünglich im Auftrag zweier Kollegen produziert: ein Lufthansa-Pilot mit einer Passion für Video und ein Musikerkollege. Sie wünschten sich einen frei-improvisierten Beitrag zu einer Sequenz aus dem 10-stündigen Echtzeit-Video Covid-19 follows Amber 575 – von einem Lufthansa Flug Mitte-März 2020 von Beijing nach Frankfurt. Das Video ist erhältlich on demand bei Vimeo: https://vimeo.com/ondemand/covid19followsamber575.

Das Video von Michi Meier zeichnet die harmonische Entwicklung und die spektrale Natur des Klangs auf einer sehr sinnlichen Art nach. Es befreit die Musik aus seiner ursprünglichen Umgebung und verleiht ihr eine fließende organische Lebendigkeit.

Die anderen zwei Videos sind Visualisierungen von Stücken, die schon in der LAYERS-Reihe erschienen sind: das Sextett „No. 3” aus LAYERS 4 und „Dark Arts” aus LAYERS 3. Weitere Informationen zu den Studiokompositionen sind unten bei den jeweiligen Audio Sets zu finden.

O_M 2020.07 : 12. Juni 2020 – Layers 4 – Alternativen...

Diese vierte Ausgabe ist das bisher umfangreichste Set in der LAYERS-Reihe und beinhaltet vier relativ dichten Ensemble-Sätze (mit 4-7 Spuren), gefolgt von vier Alternativ-Fassungen. Wie bei den ersten zwei Sets (Layers 1 & 2), sind die Alt.-Versionen einfachere, durchsichtigere, mehr kammermusikalische Ausführungen von drei der vier “Threads,” die die Ursprünge der musikalischen Entwicklungen hörbar machen, worauf die Musiker weitere Linien aufbauten. Ein weiterer Unterschied ist, dass diesmal die ersten vier Tracks alle eine elektronische Komponente aufweisen, wogegen die Alternativen gänzlich mit traditionellen, akustischen Instrumenten realisiert werden.

Wie schonmal bei Layers 1, gingen drei der Titeln („No. 3, No. 4 & No. 5”) von Klarinetten-spuren von Felix Behringer aus, aufgenommen Mitte-Mai. Michael Kiedaisch hat dann Vibrafon zu „No. 3” gespielt und zwei Perkussionsspuren (Großer Trommel/Saitentrommel) zu „No. 4” angeboten, während Roderik Vanderstraeten Synthesizer zu beiden Stücken eingespielt hat. Noch später hat Felix Borel eine Geigenspur zu Behringers „No. 5” eingebracht und einen Schwarm Geigenlinien zu „No. 3.” Letztlich hat Scott Roller eine Synth-Sequenz und zwei Cellospuren zu „No. 5” beigetragen. ”Stream 9” entsprang einer elektronischen Spur Scott Rollers, schon spät-April gepostet, zu der Felix Borel kurz danach drei Geigen dazu einspielte – vollendet mit drei Cellospuren von Scott Anfang Juni.

O_M 2020.06 : 22. Mai 2020 – Layers 3 – „Dark Arts"

Diese dritte Ausgabe in der LAYERS-Reihe besteht aus nur vier Tracks, weil die jeweiligen Dauern der Studio-Improvisationen etwas länger sind, besonders die Nr. 4, „Borel-Maxi-Mix: Dark Arts.” Besonders an diesem Werk ist auch, dass es am 07. Mai von Felix Borel zusammengestellt wurde aus Auszügen einer Basstrommel Spur vom Michael Kiedaisch und einigen verschiedenen Cello „Elementen” angeboten von Scott am 03. Mai. Dazu hat er frei improvisiert, auf einem offenen Klavier-Rahmen und mit mehreren Spuren Bratsche.

Die Playlist fängt an mit: “Second Line: Corona Anthem” (eine von SR verkürzter Fassung von “Dark Arts”) als Teaser gedacht…

„Short story” wurde von Felix Borel schon am 15. April als eine Solo-Geige Track initiiert, zu der Scott Roller (Cello), Michael Kiedaisch (Vibrafon) und Felix Behringer (Bassklarinette) in den zwei Wochen danach jeweils eine Spur dazufügten. Das Stuck ist ein komplexes Quodlibet gespielt von den einzelnen Musiker.

„Singing Bass Drum” besteht aus einer Spur Basstrommel (gespielt mit einem Flummi), angeboten von Michael am 28. April, wozu Scott einige Tage später zwei Cello-Tracks aufnahm.

Tonmeister: Roderik Vanderstraeten

O_M 2020.05 : 17. Mai 2020 – Layers 2 (Playlist + 2 Videos)

Diese zweite Ausgabe in der LAYERS-Reihe von Open_Music präsentiert drei Ketten von Improvisationen: „Katabasis,” initiiert am 22. April von Roderik Vanderstraeten (Synthi/Sound Design) und „Deep Sea (Insects),” von Michael Kiedaisch (Vibrafon/Perkussion), am 21. April in Gang gesetzt. „Noema” wurde von Roderik zusammen mit Felix Borel entwickelt, und Michael hat später eine Perkussionspur dazu gefügt.

„Katabasis” fing als ein vielschichtiger Mix an, mit einer sehr vordergründlichen Schlagzeugspur. Scott Roller hat aber eine etwas irrationale tiefe Synth Linie ausgesucht und sie mit einem Schwarm von vier tief-gestimmten Celli nachgezeichnet. Danach hat Roderik das Schlagzeug weggenommen und eine Fassung mit den Celli gepostet. Felix Borel fügte drei Geigenspuren dazu, später haben Michael Kiedaisch BassTrommel und Felix Behringer Bassklarinette dazu eingespielt. „Katabasis” wird erst in seiner komplexesten Form angeboten, zusammen mit zwei Alternativen aus früheren Entwicklungsstadien.

Die zwei „Tiefsee (Deep Sea)” Versionen fingen ihr Leben als eine Vibrafon Spur von Michael Kiedaisch an. Felix Borel hat als Nächstes eine radikal kontrastierende Geigenspur angeboten. Roderik hat dann eine Komplementärstimme zum Vibrafon auf Synth (Mellotron) eingespielt und zum Schluss kam eine Cellostimme von Scott als Partner zur Geige dazu.

Michi Meier hat zwei Visualisierungen zu den „Tiefsee” Improvisationen gemacht: eine, die sich auf das Duo Vibrafon/Mellotron begrenzte und eine zweite, die das Zwiegespräch Geige/Cello hervorhebt.

O_M 2020.04 : 14. Mai 2020 – Drei Videos von Michi Meier

Drei Videos zu den ersten zwei Tracks von LAYERS 1 – zwei Interpretationen von “Ostinato 1” und eine von “No. 2”, Trio-Improvisationen für Bassklarinette, Violine und Cello. Mehr Informationen zu den Stücken und ihrer Entstehung lesen sie unter “LAYERS 1” unten.

Michi Meier: „LAYERS gibt mir die Freiheit spielerisch und gleichberechtigt mit Bildereignissen auf die Tonspuren zu reagieren. Das macht einen Riesenspass. Die hier gezeigten audio-reaktiven Visuals sind als „optische Feedback-Schleifen“ für Live-Konzerte konzipiert und wurden in Echtzeit generiert. Weitere Forschungen in der Tradition des abstrakten Filmes folgen 😉 ”

O_M 2020.03 : 01. Mai 2020 – Layers 1 – Kammermusik in Schichten

Diese Studio-Improvisationen entstehen in Schichten (LAYERS) als Zusammenarbeit von sechs Musiker aus ihren jeweiligen “Home Studios” in Stuttgart, Freiburg und Weilheim nach folgender Methode:

Auf einem Server gibt’s die Möglichkeit, musikalische Entwicklungen in Gang zu setzen in dem man einen Ordner kreiert und eine (oder mehrere) .WAV Datei(en) hineinlegt. Wer dazu etwas aufnehmen möchte, lädt diese Datei(en) herunter, hört die Klänge auf Kopfhörer und spielt eine eigene Tonspur ein. Diese Einzelspur und u.U. einen vorläufigen Mix kommen dann in den Ursprungsordner herein, wo andere Musiker auch dazu spielen können. Wenn sich genug Material angesammelt hat, werden die Einzelspuren in einer oder gleich mehreren Fassungen abgemischt und in dieser Reihe publiziert.

In diesem Fall hat Felix Behringer vier kurze Improvisationen auf Bassklarinette am 16. April angeboten. Felix Borel hat bald seine Geigenstimmen dazu getan, dann spielte Scott Roller einige Cello Tracks ein, und zum Schluss spielten Michael Kiedaisch (Vibrafon) und Roderik Vanderstraten (Synth) bei manchen Spuren dazu. Roderik hat die endgültigen Mixes gemacht.

O_M 2020.02 : 26. April 2020 – Video aus „Spannungsfeld Komposition-Improvisation" 2019

Occhiolism (2019) ist eine multimediale Komprovisation (Komposition-Improvisation) für vier Musiker und Klangprojektion von Roderik Vanderstraeten (*1973 in Belgium). Das Werk entstand im Auftrag von Open_Music e.V. zum Anlass der 11. Ausgabe von “Spannungsfeld Komposition-Improvisation” und wurde am 05. Dezember 2019 in der Staatsgalerie Stuttgart uraufgeführt. Es spielten das Open_Music Quartett (Felix Borel, Violine; Scott Roller, Cello; Michael Kiedaisch, Vibrafon/Perkussion) + (als Gast) Gareth Lubbe, Viola/Obertongesang.

Dieses Video von Michi Meier kombiniert Elemente aus der multimedialen Paritur mit Aufnahmen der Uraufführung in der Staatsgalerie, und wurde April 2020 produziert für das Internet Projekt “Open_Music Sessions 2020,” das vom Kulturamt der Stadt Stuttgart unterstützt wird.

O_M 2020.01 : 19. April 2020 – Ein schönes Projekt wird unterbrochen...

„Lass mal hören!”
Open_Music mit dem JSO der Musikschule Ludwigsburg

Seit Januar 2020 arbeiteten Scott Roller und Roderik Vanderstraeten von Open_Music e.V. mit dem Jugendsinfonieorchester der Musikschule Ludwigsburg (etwa 25 jungen Musiker*innen zwischen 11 und 18 Jahren) und ihrer Leiterin Ute Kabisch in einem Projekt genannt „Lass mal hören!” Das Projekt wird vom Netzwerk Neue Musik Baden-Württemberg e.V. im Rahmen von „Gesellschaftlicher Zusammenhalt,” einem Sonderprogramm des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg, unterstützt. Diese Aufnahmen wurden bei einer Probe am 11. März 2020 in der Musikschule gemacht, kurz vor der Schließung der Schulen. Wir hoffen sehr, unsere Zusammenarbeit spätestens in September fortsetzen zu können. Auf diesen Aufnahmen spielen etwa 20 junge Menschen mit Ute Kabisch (Stimme), Roderik Vanderstraeten (Klavier/iPad) und Scott Roller (Cello). 

2020 geht Open_Music e.V. in sein 15. Jahr mit:

Workshops für Menschen in allen Bildungsformen &  jeder Lebensphase,

Kooperationen mit einer Vielfalt von KünstlerInnen & Institutionen,

der Fortsetzung der Jetzt! & Spannungsfeld Projekt-Modelle,

sowie den neuen Open_Music Sessions & Listening Room Konzepten

für die Weiterentwicklung von Open_Music e.V. und seine Ziele.